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Unbekannte neue Riesenspinnenart in der Region

27. Februar 2009 [ Kein Kommentar ]

Bisher unbekannte Riesenspinnen mit einer Größe von fast 20 Zentimeter (Körper inklusive Beine) wurden in den letzten 2 Jahren als größere Ansammlungen von Tieren in der Moselregion, Eifel und Saarland gefunden und von Experten als komplett neue, nach aktuellem Wissensstand weltweit bisher noch unbekannte Art identifiziert.


Mysteriöse unbekannte Riesenspinnen

Genau genommen handelt es sich bei den Spinnen um Weberknechte. Sie werden zwar im Volksmund als Spinne bezeichnet, sind aber wissenschaftlich betrachtet keine echten Spinnen. Die bisher unbekannte Art von Leiobunum gleicht auf den ersten Blick den bekannten Leiobunum-Weberknechtarten. Sie unterscheidet sich beim genaueren Hinschauen aber in wesentlichen Punkten. Den Stein ins Rollen brachte 2007 in Deutschland ein Fund der neuen Art in einer Burgruine in Essen (Ruhrgebiet). Dabei wurde eine große Ansammlung von knapp 20 Zentimeter großen Weberknechten gefunden, die als riesige Traube aneinanderhängend bei Aufregung wild hin und her schwingen. Spinnenexperten wie zum Beispiel Hay Wijhoven aus Nijmegen untersuchten die bisher unbekannten Weberknechte.


Hunderte Riesenspinnen auf Fassaden

Das Thema begann die Medien stark zu interessieren. Dann sendeten Zuschauer zu untersuchende Weberknechte an die zoologische Abteilung der Universität Mainz und andere Experten. Leser und Internetforenbenutzer verschickten weltweit Bilder an Experten. Nun hat sich mittlerweile heraus gestellt, dass viele Spinnenfunde aus der Region Mosel, Saarland und Eifel stammen. Die neue Art ist somit in der Region bereits präsent. Sie lebt gerne als Ansammlung mit bis zu mehreren Hundert Exemplaren auf Fassaden, in Ruinen, Schuppen oder Felsen. Es wurde bereits über Ansammlungen mit mehr als 1.000 Tieren berichtet. Eine solche Ansammlung kann sogar Teile der Fassade verdecken.


Erschreckend aber ungiftig

Die Tiere sind ungiftig und ungefährlich, erschrecken Menschen aber durch ihren wilden Tanz und ihre Größe. Gerade das Ausschwärmen hunderter Tiere, die eine ganze Fassade bedecken, dürfte Zartbesaitete schocken. Bilder der Tiere gibt es im Internet beispielsweise unter der Adresse des Spinnen-Forums zu sehen. Woher die Spinnen kommen, weiss keiner genau. Da es unabhängig von den deutschen Meldungen erste Meldungen aus den Niederlanden gab, vermuten Experten, dass die Spinnen als blinder Passagier mit einem Frachtschiff aus Übersee nach Europa kamen.

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Autor/in: Pascal Witry Abo: RSS-Feed | Mehr...


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