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Trauern um den Tod des eigenen Kindes

3. März 2009 [ Kein Kommentar ]

Im Morgengrauen kniet eine junge Frau an einem Grabfeld in der Trierer City. Sie legt Blumen auf den Rasen und steht nach einigen Minuten der Einkehr auf. Beim Weggehen wirft sie einen traurigen Blick auf die Blumen. Die Erinnerungen an den Tod ihrer Frühgeburt tun immer noch weh.


Trierer Kindergrabfeld als Ort der Trauerbewältigung

Das 2001 neu geschaffene Kindergrabfeld des Trierer Hauptfriedhofs wurde in den letzten Jahren zu einem wichtigen, den Eltern gestorbener Kinder Trost spendenden Ort der Trauer und des Gedenken. Gab es am Anfang in Trier noch Vorbehalte gegenüber diesem neu geschaffenen Ort von verschiedenen Seiten, so liegen hier mittlerweile Dutzende Säuglinge und Kinder begraben. Das Grabfeld ist ein regionaler Ort mit Vorbildfunktion für eine modernere Friedhofskultur geworden. Dessen Image als Vorzeigeobjekt hat in der gesamten Region Interesse errregt. Auf dem im Frühjahr 2001 angelegten Kindergrabfeld des Trierer Hauptfriedhofs gibt es einen Bereich für Früh- und Totgeburten, welche aufgrund ihres geringen Gewichtes (weniger als 500 Gramm) nicht bestattungspflichtig sind.


Steinmetze im Dienste der trauernden Eltern

Eine Skulptur schmückt diesen Bereich und soll den Betroffenen Hoffnung vermitteln. Entworfen wurde sie von der Studentin Eun Sen Sin und besteht aus einem sternförmigen Leib mit daran seitlich angebrachter Kugel als Kopf, wodurch die Skulptur einem tanzenden Kind ähnlich sieht. Die Skulptur wurde hergestellt aus einem mehrere Tonnen schweren, gelben Sandstein, welcher Udelfanger Sandstein genannt wird. Der Stein wurde unentgeltlich von 6 Auszubildenden des 3ten Lehrjahres regionaler Steinmetzfirmen bearbeitet. Die Arbeiten daran begannen am 21ten Januar 2002 im Gewächshaus des Grünflächenamtes. Schulklassen durften auf Anfrage hin bei den Arbeiten zusehen. Ende Januar folgte dann ein Tag der offenen Tür, an dem Besucher sich während mehreren Stunden über die Steinmetze und deren Arbeit an der Skulptur informieren konnten. Die Steinmetze schufen darüber hinaus für den Bereich der nicht bestattungspflichtigen Früh- und Totgeburten kleine Namenssteine.

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Autor/in: Pascal Witry Abo: RSS-Feed | Mehr...


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